Das Thema lässt die Netzcommunity einfach nicht in Ruhe! Gestern wurden uns auf verschlungenen Pfaden der Link zu einem tumblr zugespielt, der sich ausschließlich Material zu Punching Nazis zusammenträgt. Es finden sich einige Perlen des Actionuniversums, aber auch Ausschnitte aus Filmen und Comics, aber auch dieses Spiel in Nintendo-Optik:
..oder diese reizende Sequenz aus dem 2009-Computerspiel „The Saboteur“:
Zeit für einen Klassiker aus dem Jahr 1931.Der Refrain des von Friedrich Hollaender geschriebenen Liedes „Die Juden sind an allem schuld“ lautet:
An allem sind die Juden schuld!
Die Juden sind an allem schuld!
Wieso, warum sind sie dran schuld?
Kind, das verstehst du nicht, sie sind dran schuld.
Und Sie mich auch! Sie sind dran schuld!
Die Juden sind, sie sind und sind dran schuld!
Und glaubst du’s nicht, sind sie dran schuld,
an allem, allem sind die Juden schuld!
Ach so!
Böse Zungen behaupten ja, dass das Lied satirisch gemeint ist. Der Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens bewies schon damals Ironielosigkeit und protestierte gegen den Chanson, den er als „widerlich und abstoßend“ und „Schulbeispiel einer Verkennung und Verzerrung […], wie sie die antisemitische Agitation nicht anders darstellen würde“ bezeichnete. Dem können wir uns nicht anschließen und bemängeln stattdessen die ungenaue Bezeichnung, die vielleicht der schweren Singbarkeit der korrekten Strophe geschuldet ist. Die müsste nämlich lauten: die Weisen von Zion sind an allem schuld!
Die Weisen waren gespannt was Präsident Donald Trump über Antisemitismus zu sagen hatte. Aber schaut selbst: Ausschnitte aus zwei beachtenswerten Pressekonferenzen, die vergangene Woche stattfanden.
Wie jedes gute Unternehmen geben wir manchmal Promo-Videos in Auftrag, um unsere Ziele zu bewerben. Eines davon ist fraglos die uneingeschränkte Unterstützung Israels. Folgend ein Song unserer Lateinamerika-Kampagne, gesungen und bespielt von Delfín Hasta El Fin, La Tigresa Del Oriente und Wendy Sulca:
Was tun wir nicht alles, um die Deutschen zu ärgern. Wir nehmen ihre Sprache und machen daraus Jiddisch, wir unterwandern den Kulturbetrieb, wir steuern die Presse und wir machen den Deutschen ein schlechtes Gewissen. Aber wir verstehen nicht den lautesten Wink mit dem sportlichen Zaunpfahl, nicht 2006, nicht 1972, nicht 1936. Vielleicht, weil wir Juden so sprichwörtlich unsportlich sind, sind wir auf eine Idee noch gar nicht gekommen – und dafür sind wir der United States Tennis Association (USTA) dankbar! Anlässlich des gestrigen Federations Cup in Hawai hatten sich die deutschen Sportlerinnen nämlich zum Absingen der deutschen Nationalhymne aufgestellt, aber die USTA hatte den Text irgendwie falsch gegoogelt:
Ulrich Klaus, Präsident des Deutschen Tennis Bundes, äußerte sich folgendermaßen:
„Unseren amerikanischen Gastgebern ist bei der Fed Cup Eröffnungsfeier in Hawaii am Samstag ein Fehler unterlaufen, der normalerweise nicht passieren darf. Die Tatsache, dass im Jahr 2017 eine falsche Hymne gespielt wird, die man mit viel Grausamkeit aus der lange zurückliegenden Vergangenheit assoziiert, war für die Spielerinnen, die Betreuer, die anwesenden Funktionäre sowie die deutschen Fans gleichermaßen verstörend wie schockierend“ (QUELLE)
Deutsche beim Ausleben ihres positiven Nationalismus beim Sport zu ärgern ist so ziemlich das beste, was einem einfallen könnte. Unterdessen hat sich die USTA offiziell entschuldigt. Wir wissen natürlich, dass es sich dabei nur um eine Formalie handelt und bedanken uns für den guten Witz!
Bei unserer Recherche für das Filmfestival „Fash Bash: A Night of Nazi-Punching On Film“ (hier) sind wir auf diesen Ausschnitt aus Starship Troopers gestoßen (hier). Wird Zeit, diesen großartigen Film mal wieder anzuschauen..
Die schönsten Dinge haben immer schon stattgefunden. Für die einen ist es der Summer of Love 1968, die anderen wären gerne Hausbesetzer in den frühen 90ern in Berlin gewesen. Für uns ist es „Fash Bash Bash: A Night of Nazi-Punching on Film“, welches auf Initiative des New Inquiry letzten Samstag in Brooklyn stattfand. Kürzlich verwiesen wir hier auf eine musikalisch-künstlerische Bearbeitung des Schlags, der den US-Amerikanischen Neonazi Richard Spencer ins Gesicht traf. Das ist gute popkulturelle Tradition. Das Mini-Filmfestival führte Filme wie Indiana Jones oder Inglourious Basterds zusammen mit weniger bekannten Vertreter*innen des Shoah-Revenge Genres:
Nach Rosenzweig und Buber sitzt Chaver Shapira bekanntermaßen an einer Übersetzung der fünf Bücher Mose für eine Neue Generation. Auszüge erscheinen schon jetzt in Auszügen unter dem Titel „Holygen Bimmbel“ auf Twitter. Folgend das Kapitel zur Erschaffung der Welt:
Heute is 1 special story vong der holygen bimbel über die creation of alles ("Gemesis"). pic.twitter.com/jI8E3zxg8M
Unsere Freunde von der Desintegration haben ein schönes Meme gepostet. Der Bear Jew ist auf dem Weg. Oder mit den Worten des inglouriosen Lt. Aldo Raine: „We got a German here who wants to die for his country! Oblige him!“