Juden in Schweizer Hotels

Aus aller Welt, Eretz Schland, Fundgrube, Wowschwitz

Vor ein paar Tagen meldete die Times of Israel, dass ein Schweizer Hotel folgende Aufforderung explizit an Juden gerichtet hatte:

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(Quelle: Times of Israel)

Jetzt mal abgesehen von den Schreib- und Formatierungsfehlern, für die wir unsere Leute schon lange zur Sonderschicht in die Nachtschule auf den Prager Friedhof geschickt hätten: die Aufforderung an (orthodoxe) Juden und Jüdinnen, sich vor dem Baden zu duschen ist ungefähr so geschickt gemacht wie jenes thüringer Wellness-Hotel, welches am 9. November 2013 zu einer „langen romantischen Kristallnacht“ lud (hier). Zum deutschen gibt es jetzt also auch den schweizer Klassiker:Kristallnacht.jpg(Quelle: Spiegel)

Jewsploitation

Aus aller Welt, Familienalbum, Oy!

“All things are mortal but the Jew; all other forces pass, but he remains.” – Mark Twain.

Wir featurn hier ja auch immer wieder Popkultur, wenn wir den Eindruck haben, dass das unseren Zielen entspricht. Folgendes Bild hängt über Rabbiner Vorhauts Schreibtisch. Ein bisschen wie Tarantino, nur mit Juden:

Screen_Shot_2012-05-03_at_8.39.46_PM.png Da wollen wir auch gleich auf den dazugehörigen Film Fringes aus dem Jahr 2013 hinweisen. Hier gehts zum Trailer des Films. An dieser Stelle wollen wir auch noch mal betonen, dass niemand je so finanziell unabhängig war wie wir! We dont do paid advertisements. Alle Beiträge sind freiwillig oder von uns finanziert.

Schinken oder Erdbeermond?

Aus aller Welt, Fundgrube

Das Internet ist ein genialer Ort. Es ist nicht nur Fundgrube für ALLES; es bringt uns auch dazu, Fragen zu stellen, auf die wir alleine nie gekommen wären. Beispielsweise anlässlich des Erdbeermondes vom 20. Juni, einem Vollmond im Juni, der 2016 zeitgleich mit der Sommersonnenwende stattfand. Der Japanische Twitter-User Terakubo Mashiro war der erste, der die Ähnlichkeit mit einer Scheibe Schinken bemerkte.

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(via dailymail)

Nur auf einer der Aufnahmen ist der Mond zu sehen, auf den anderen drei Schinkenscheiben. Als Experten für den Mond sind wir doppelt fasziniert, weil wir nicht nur lange keinen so schönen Erdbeermond mehr gesehen haben, sondern auch keine Ahnung von Schinken haben. Oh Welt der Wunder, wer hätte gedacht, dass sich das Kleine im Großen auf solch exquisite Weise spiegelt. Go Internet, Go!

 

Chag Al Quds Sameach!

Aus aller Welt, Ökumene, Fundgrube

Wenn die Verrückten wieder ihre Endzeitposter vorne und hinten tragen, auf der sie die Zionisten für alle Kriege dieser Welt verantwortlich machen, dann ist der alljährliche Al Quds Tag nicht weit. In Deutschland liegt die Organisation dieser maßgeblich vom Iran geförderten symbolischen Israeljihads traditionell in den Händen der Grassmann-Geschwister und ihres Vaters (was Berlin vergangenes Jahr einen kleinen aber feinen lokalpolitischen Skandal bescherte, als die Grassmanns für ihr Theaterprojekt „Refugee Club Impulse“ auszeichnet werden sollten, hier). Heute solls weitergehen (hier).

So meldete eine britische Zeitung, dass in diesem Jahr etwa 500 Protester in London riefen “Zionists/ISIS are the same. Only difference is the name.” Außerdem brüllte ein nicht weiter bekannter Mann wahrscheinlich mit sich überschlagender Stimme in ein Mikrophon: “This demonstration calls on justice for Grenfell. Some of the biggest supporters of the Conservative Party are Zionists. They are responsible for the murder of the people in Grenfell. The Zionist supporters of the Tory Party. Free, Free, Palestine!”

Aber natürlich gibt es nichts, was zu blöd oder abwegig wäre, dass sich Juden nicht dafür begeistern könnten. Ein Beweis ist folgendes Bild, bei dem uns auch nichts weiter einfällt als ein alter Witz, den wir hier aber nicht wiedergeben wollen. Dafür müsst ihr uns schon privat treffen und auf einen Becher Christenblut einladen.

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(Quelle)

Er war nie wirklich weg!

Aus aller Welt, Wowschwitz

In einem Interview mit der ultrakonservativen Argentinischen Zeitung El Patriota hat der 128-jährige deutschstämmige Herman Guntherberg erklärt, sein Name sei eigentlich Adolf Hitler und er hätte die vergangenen 70 Jahre unter falschem Namen in Buenos Aires gelebt (hier). George Steiner hatte also doch recht (hier), Monty Python nicht:

Aber immer, wenn jemand die Wahrheit sagt, finden sich sofort Gegenstimmen, die versuchen, einem den Spaß zu verderben. Worldnewsdailyreport.com vermerkt:

Many people, including his wife of 55 years, Angela Martinez, believe that Herman Guntherberg isn’t really Adolf Hitler, but is simply suffering from dementia. […] She believes her husband may possibly have been a Nazi and that he may feel guilty about his past, but she’s convinced he’s not Hitler. (Link)

Regelmäßige Leser*innen dieses Blogs wird es nicht wundern, dass wir dem natürlich nicht zustimmen können. Denn wer wäre schon in der Lage, so jemanden wie Hitler 80 Jahre zu verstecken? Richtig, nur wir, die Weisen von Zion!

Erdogan und die Juden

Aus aller Welt, Fundgrube, Wowschwitz

Also wir sind mal wieder bezirzt vom Präsidenten der Türkei, Recep Tayyip Erdogan. Mit seinen scharfen Adleraugen hat er wie kein anderer die eigentlichen Verantwortlichen hinter dem Putschversuch 2016, den Protesten im Gezi Park und jeder anderen oppositionellen Regung identifiziert. Denn hinter dem Bösen – Prediger Fethullah Gülen,  der dem Bürgermeister Ankaras zufolge mit Dschinns paktiert (hier) –  lauert immer ein noch böseres Böses – wir aka die Strippenziehe aka die Zinslobby aka das Weltjudentum aka die internationale Schriftstellerlobby (letzteres war uns neu!). Da die türkische Bevölkerung bestens informiert ist (die Protokoll der Weisen von Zion wie auch Mein Kampf erscheinen seit 2005 in hohen Auflagen, hier) bleibt diese Deutung nicht nur auf die paar Spinner und Aluhutträger beschränkt (#XavierNaidoo). So berichtete die TAZ gestern Folgendes:

Vielen im Westen ist entgangen, dass Erdoğan die Schuld am Putschversuch vom 15. Juli 2016 wiederholt einem angeblichen „Strippenzieher“ zugeschrieben hat. Laut Erdoğan „wird heute ein ganz hinterhältiges, ganz abscheuliches und mieses Spiel mit unserer Region und unserem Land getrieben. Was ich den Strippenzieher nenne, zeigt sich uns jeden Tag mit neuen Teufeleien und versucht, die Saat der Feindschaft und Zwietracht in unserer Region zu säen. Er versucht, die Zukunft unserer Region in Blut und Tränen, in Bürgerkrieg und Sezessionskriegen zu ertränken. Uns ist bewusst, dass es hier um einen Machtkampf geht.“

Erdoğan wirft dem „Strippenzieher“ vor, in Form einer angeblichen „Zinslobby“ die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei zu hemmen; in der internationalen Presse, beispielsweise in der „jüdischen“ New York Times Lügen über die Türkei zu streuen, um ihn aus dem Amt zu jagen; Intellektuelle zur Türkeikritik aufzustacheln, so etwa die sogenannte „internationale Schriftstellerlobby“; Unruhe im Innern zu stiften, darunter die Gezi-Proteste von 2010; für Terroranschläge verantwortlich zu zeichnen, ob sie nun von linken, islamistischen oder kurdischen Guerillas verübt werden; und schließlich wirft er ihm auch den Juli-Putsch vor.

Wer sprach noch einmal von einem Antisemitismus nach Auschwitz? Hat irgendjemand je wirklich geglaubt, die Dinge seien nach der Vernichtung der europäischen Juden anders geworden?

Battle of guest book entries: Trump vs. Bieber

Aus aller Welt, Fundgrube, Wowschwitz

Auf seiner ersten Auslandsreise als US-Präsident machte Donald Trump am Dienstag einen Zwischenhalt in Yad Vashem. Seinen 45-minütigen Besuch der Gedenkstätte schloss Trump mit einem Eintrag ins Gästebuch ab. Darin schrieb er:

„IT IS A GREAT HONOR TO BE HERE WITH ALL OF MY FRIENDS – SO AMAZING + WILL NEVER FORGET!”

Trump befindet sich nun in direkter Konkurrenz mit Justin Bieber um den einfühlsamsten Gedenkstättengästebucheintrag. Als Bieber im April 2013 das Anne-Frank-Haus in Amsterdam besuchte, schrieb er:

„Truly inspiring to be able to come here. Anne was a great girl. Hopefully she would have been a belieber.“

Zur weiteren Lektüre empfehlen wir: „10 Things Donald Trump Thinks Are ‘So Amazing’ Aside From Yad Vashem“.

Hispter or Hasidic

Aus aller Welt, Fundgrube, Oy!

Es ist nicht zu übersehen: Bärte sind arg in Mode! Und das lädt zu Vergleichen ein. Da wäre das holländische Projekt „Hipster or Muslim“ (Get Out, hier), das Online-Spiel „Hipster, Muslim or Jew“ (Judaism-Islam, hier) und das – potentiell aufregendste aller Live-Action-Spiele – Hipster oder Nipster (Nipster = Nazi und Hipster, hier). Der US-Komiker Jimmy Kimmel hat zu dieser illustren Vielfalt vor einem guten Jahr „Hipster or Hasidic“ beigetragen, dessen Mitschnitt wir euch nicht vorenthalten wollen:

Museum-Garden of Anti Arrogance, Teheran

Aus aller Welt, Fundgrube

Einer unserer Agenten war kürzlich in der ehemaligen US-Botschaft in Teheran (historischer Hintergrund), die heute „Haus der Spionage“ heißt . Im Museumsgarten findet nämlich derzeit eine Ausstellung statt, die sich dem Thema Arroganz auf einer globalpolitischen Ebene nähert. Hier die Ankündigung am Eingang zum Garten: 20170508_125432.jpg

Was damit gemeint war, wurde ziemlich schnell deutlich: Israel und die USA sind Schuld an den Problemen der Welt! Wobei in den Arbeiten lobenswerterweise immer wieder darauf verwiesen wurde, wer dabei eigentlich alle Fäden in der Hand hält: die Weisen von Zion! Folgend also eine Auswahl der besten Arbeiten, wobei ca. 90% aller Poster so gut waren, dass wir sie hier einfach zeigen müssen!

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