Nazis prügeln in Brooklyn

Aus aller Welt, Fundgrube, Wowschwitz

Die schönsten Dinge haben immer schon stattgefunden. Für die einen ist es der Summer of Love 1968, die anderen wären gerne Hausbesetzer in den frühen 90ern in Berlin gewesen. Für uns ist es „Fash Bash Bash: A Night of Nazi-Punching on Film“, welches auf Initiative des New Inquiry letzten Samstag in Brooklyn stattfand. Kürzlich verwiesen wir hier auf eine musikalisch-künstlerische Bearbeitung des Schlags, der den US-Amerikanischen Neonazi Richard Spencer ins Gesicht traf. Das ist gute popkulturelle Tradition. Das Mini-Filmfestival führte Filme wie Indiana Jones oder Inglourious Basterds zusammen mit weniger bekannten Vertreter*innen des Shoah-Revenge Genres:

16402912_10154082454342511_8879703099869636260_o

(hier gehts zum Event)

Die Erschaffung der Welt

Familienalbum, Oy!

Nach Rosenzweig und Buber sitzt Chaver Shapira bekanntermaßen an einer Übersetzung der fünf Bücher Mose für eine Neue Generation. Auszüge erscheinen schon jetzt in Auszügen unter dem Titel „Holygen Bimmbel“ auf Twitter. Folgend das Kapitel zur Erschaffung der Welt:

Schweinesalz 2

Eretz Schland, Fundgrube

Die SZ trumpft heute mit folgender Kurzmeldung auf:

„Leicht verletzt hat sich ein 14-jähriger Schüler am Mittwochmorgen bei einem Sturz mit dem Fahrrad auf glatter Straße. Wie die Polizeiinspektion Dachau berichtet, stürzte der 14-jährige Radfahrer auf dem Weg zur Schule in der Sieglindenstraße und schlug dabei wohl auch mit dem Kopf auf der Fahrbahn auf. Weil der Schüler einen Helm trug, erlitt er keine allzu schwereren Verletzungen, teilt die Dachauer Polizei weiter mit. Der 14-jährige Schüler wurde mit lediglich leichten Verletzungen im Gesichtsbereich zur Behandlung in ein Münchner Krankenhaus gebracht.“(Quelle)

Nachdem die SZ gestern schon einen Hinweis auf unseren Geheimpläne zur Unterwanderung der deutschen Schäferhundgemeinschaft mit speckigem Streusalz gestreut hatte (hier), kommt sie uns nun langsam auf die Schliche. Jetzt stürzen schon die Kinder in Dachau, weil die Stadtverwaltung sich nicht mehr traut, Salz zu streuen. Der Winter ist unser Freund! Der Tag des Gegenschlags nah!

Holygen Bimmbel

Familienalbum, Oy!

Um zu den Weisen zu gehören, muss man vor allem zweierlei sein: bärtig und alt. Nun führt das zu gewissen Problemen mit der jüngeren Zielgruppe, was sich auch daran zeigt, dass Menschen zumeist mit zunehmenden Alter an unsere Existenz glauben. G’ttseidank gibt es unseren Chaver Shahak Shapira, der zwei Passagen des Tanach (deutsch: Heilige Bibel) in junges Deutsch übertragen hat (Freshdeutsch: „Holygen Bimmbel“). Man sagt, jeder neuen Generation wendet der Tanach ein anderes Antlitz zu, weshalb ihre fortlaufende (Neu-)Interpretation nicht enden kann. Hier kommt der Beweis:

 

Und zur Neuübersetzung der Geschichte um den weisen König Salomo:

 

 

The Chronic 2016 (Nachtrag)

Fundgrube, Oy!

Während nun für viele Menschen das Jahr 2017 begonnen hat, bewegen wir Weisen uns in gravitätischeren Umlaufbahnen. Wir schreiben das Jahr 5777, noch 233 Jahre bis zum Mindeshaltbarkeitsdatum dieser Welt, oder, wie wir es nennen: der Ankunft des Messias. (Was freilich nicht bedeutet, dass wir den 31. Dezember nicht wie Purim behandeln würden, also: trinken, bis man gut von böse nicht mehr unterscheiden kann).

Bis dahin gilt es, sich die Zeit zu vertreiben. Dabei sind wir auf folgenden Beitrag des HEEB Magazines gestoßen: Of course Dr. Dreidel exists.

dr-dredeil-in-box

(Quelle: Heeb Magazine)

Dr. Dre auf einem Dreidel, Chanukah als aftermath des Makkabäeraufstandes, Nes Gadol Haja Scham.

Es ist doch Immer das Gleiche: kurz nach Chanukah findet man die Geschenke, die man sich eigentlich wünschen wollte, während man sich den ganzen anderen Crap nur gewünscht hat, weil einem nichts besseres eingefallen ist. Hiermit also ganz offiziell: wir wollen diesen Dreidel bitte kommendes Jahr unter unserer Chanukiah finden.

(hier gehts zum Originalbeitrag von 2014 mit weiteren Bildern)

Rettet Chanukah!

Ökumene, Klassiker

Wir haben schon an anderer Stelle auf den den „Hebrew Hammer“ hingewiesen. Nun stehen die Feiertage vor der Tür und mit ihnen die alte Konkurrenz zwischen Chanukah und Weihnachten, dieses Jahr verschärft um das gemeinsame Anfangsdatum: Wer hat den Brauch mit den Adventskerzen erfunden? Wem gehört die Melodie von „Tochter Zion„? Und was machen Juden eigentlich in einer Gesellschaft, die von Weihnachtsbäumen besessen ist, während man als truriger Jid nur einen Plastikdreidel vorweisen kann, mit dem man zu allem Überfluss auch noch um Geld spielt? Ein Klassiker über die Lösung interkultureller Konflikte!