Der Tag startet mit guten Nachrichten: Der weltweit 1. Jewsploitation-Film Hebrew Hammer geht in eine zweite Runde! Diesmal hat der Hebrew Hammer den Semitic Jewish Man als Konkurrenz. Und der Hammer reist durch die Zeit, um Hitler davon abzuhalten, die jüdische Geschichte zu umzuschreiben..
Das ganze ist eine Crowdfunding-Kampagne, die hier unterstützt werden kann. Außerdem wird noch ein Hitler gesucht. Wir votieren für Christoph Waltz. Weitere Vorschläge sind sehr willkommen!
+++Breaking News+++ Wie der Youtube-Kanal JewsNewsToday heute Morgen berichtete, haben Künstler*innen und Aktivist*innen der Radikalen Jüdischen Kulturtage heute morgen das Maxim Gorki Theater und das Studio Я übernommen. Den Besetzer*innen zufolge hat die Besetzung nichts mit dem 9. November zu tun. Vielmehr ist sie ein Akt kultureller Aneignung. Seien Sie versichert, verehrte Leserinnen und Leser, dass die Weisen von Zion nicht ganz unbeteiligt daran sind. Die Desintegration schreitet voran.
Es gibt so Tage, da wären wir gerne in News York im Chai Center. Dort würden wir dem Dada-Vortrag des ehemaligen Kommandanten der Israel Defense Forces (IDF) Leibel Mangel lauschen. Kristallnacht. Von Auschwitz zur IDF. Ein Abend jüdischen Stolzes, Stärke und Ausdauer. Auf diese Erklärung wären wir gespannt.
Das Leben schreibt Geschichten, die kannste dir nicht ausdenken. Eine davon ist die Idee der deutschen Bahn, einen ihrer neuen ICE 4 Züge „Anne Frank“ zu taufen (zur Pressemitteilung). Anne Frank stehe für Toleranz und ein friedliches Miteinander verschiedener Kulturen. Die sei wichtiger denn je in Zeiten wie diesen (hier).
Einen Hannah Arendt Zug soll es auch geben. Und einen für die Geschwister Scholl. Und einen für Karl Marx, den aber gerüchtehalber dann ohne 1. Klasse. Jurymitglied Gisela Mettele, Professorin für Geschlechtergeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, kommentiert die Auswahl: „So unterschiedlich die ausgewählten Persönlichkeiten auch sind, sie haben eins gemeinsam: Sie waren neugierig auf die Welt.“ (hier)
(Jury für die Benennung des ICE 4, von links nach rechts: Stefan Hilscher (Geschäftsführer der SZ), Antje Neubauer (Leiterin Marketing & PR, Deutsche Bahn AG), Prof. Dr. Gisela Mettele, Vorsitzende der Jury Dr. Susanne Kill (Konzerngeschichte, Deutsche Bahn AG), Dr. Michael Peterson (Vorstand Marketing, DB Fernverkehr AG), Gabor Steingart (Herausgeber Handelsblatt))
Das lässt auf einiges Hoffen. Wir schmeißen schon mal die Popcornmaschine an, canceln den nächsten Termin beim Psychiater und ziehen uns die erweiterte Liste mit den Top 100 Namen rein. TöfTöf.
Es ist Sturmsaison in Deutschland. Erst Xavier, dann Herwart, nun auch noch Mendelssohn. Neben Fröschen und Heuschrecken hat er auch die Jüdisch-Muslimische Leitkultur im Gepäck. Eine etwas andere Art von Chemtrails. Rabbinerin Goldzahn und Mohamed Djihad im Gespräch mit Rebecca Shlomka, Jews News Today. Vom 2. – 12. November dann im Maxim Gorki Theater, Radikale Jüdische Kulturtage. Wir können die Arbeit der Kolleg*innen nur neuerlich empfehlen und sind gespannt, wie es weitergeht:
Jährlich zu Rosh Hashanah versammeln sich ca. 30.000 chassidische Juden im ukrainischen Uman, um Rabbi Nachman zu Gedenken, der hier begraben liegen soll. Und die Anhänger von Nachman wissen, wie man feiert (wir berichteten bereits darüber). Heraus kommt ein veritables Männerfestival in schwarz-weiß. Wie es sich zu einem solchen Anlass gehört, tauchen an allen möglichen Orten Musiker auf, die ihre neusten Songs zum besten geben. Hier eine reizende Version des puerto-ricanischen Songs „Despacito“ (4 Millarden Aufrufe auf youtube) – auf Jiddisch und mit Nachman-Bezug.
Hier gibt es den jiddischen Text, von rechts nach links:
מיט פרייד, פון די גאנצע וועלט פארשפרייט, יעדער גייט, אוקריינע, ראש השנה דארט צו זיין. די באדייט, יעדער פארשטייט, ס’איז נישט קיין קלייניקייט. צו זיין ביים רבין אין אומאן קיינמאל, קיין אומאן- ראש השנה פארפעהל-איך יעדער שפירט ווי א בן מלך נישט קיין חילוק זיין מדרגה. אזויפוהל, מענטשן טאנצן אויף איין פלאץ, ניגונים מיט די זעלבע זאץ. רבינו נחמן בן פיגה רבי נחמן פון דיר רבינו, אייביג טראכט-מען אלע טויערן אויבן אויפמאכט-מען פון אלע צרות זיך אויסלאכט-מען רבי נחמן מיט דיינע ספרים זיך אויפלייכט-מען אלע שוועריקייטן אפשוואכט-מען די וועג צו עצבות שנעל פארמאכט-מען ראש השנה שלי עולה, עולה על הכל באנו כולם אליך, מקטן ועד גדול ראש השנה שלי עולה, עולה על הכל באנו כולם אליך, מימין ומשמואל פסוקים פסוקים, יעדער זאגט פסוקים תיקון הכללי מיט דקדוקים מלאים זיו ומפוקים התבודדות עמוקים באור פניהם תבהיקם יעדער איז א צדיק, עמך כולם צדיקים פיוטים פיוטים, יעדער זינגט פיוטים אפילו אנשים פשוטים דעם רבינ׳ס קבר צוהט-איהם משניות און ליקוטים דעם רבינ׳ס צוזאג היט-איהם און ביי די פיאות, פום שאול תחתית ארויסצוהט-איהם אבינו אב הרחמן א נייע יאר יעצט באטראכט-מען אלע גזירות צוקראכט-מען בזכות רבינו נחמן.
Wie die Welt heute zu berichten wusste, hat der prominente britische Neonazi Kevin Wilshaw nach 40 Jahren strammer Frontarbeit für die rechtsextreme British National Party und anderen White Supremacy Gruppen seinen Rückzug verkündet. Er könne die Spannung zwischen seinem professionellen und privaten Leben nicht mehr ertragen, so Wilshaw in seiner Begründung. Wilshaw is jüdisch und schwul. Diese bewegte ihn zu einer Einsicht, die er in einem Interview für Channel 4 präzisierte:
„Bei ein oder zwei Gelegenheiten in der jüngsten Vergangenheit war ich das Ziel des Hasses der Leute, zu denen ich gehören wollte“ (Quelle)
Das ist eine Einsicht aus der Kategorie: Dinge, die man sich auch hätte denken können. Aber wenn es Wilshaw am Ende doch noch eingesehen hat, ist es auch gut. Tschuva geht ja immer. Wir gratulieren zum neuen Leben!
Die Jews News Today melden sich zurück (hier gehts zur 1. Sendung). Wie in der Sendung von heute morgen berichtet wird, hat die Deutsche Bank eine 30%ige Judenquote eingeführt. Wenn das kein Grund zum Feiern ist:
Endlich gibt es ein Spiel, mit dem wir uns die Zeit auf den langen nächtlichen Fahrten zum Friedhof vertreiben können. Angry Jew. Bring Back the Books. Allein der Titel hat schon einen Preis verdient. Auf GooglePlay heißt es zum Spiel selbst: „Angry Jew is the only running-jumping-punching game that has distinct Jewish motifs. Set in 19th century Russia, you play as Mendel: an Orthodox Jew with a time machine and a mission to restore as many ‚holy books‘ as possible. Help little Mendel complete his mission. Help him.“ (GooglePlay). Hier das Gameplay: