Chassidic Rave Night. Purim Coming Up!

Aus aller Welt, Familienalbum, Fundgrube, Oy!

Als wir vor einer Weile erst den Nachman-Techno und dann einen jiddishen Remix von Despacito veröffentlichten, ahnten wir noch nicht, dass Elektro-Remixe unter orthodoxen Männern seit Jahren der Shit sind. Also haben wir uns mal ein wenig umgehört und eine kleine nicht-repräsentative Auswahl zusammengestellt. Purim coming up!

Wie der erste Track ist auch der Folgende von Chaim Shlomo Mayes. Ein goldener Streimel (Hut) sagt mehr als tausend Worte:

Hier sind wir uns auch nicht ganz sicher, was im Video genau passiert. Aber der Song ist nice!

Und zum Schluss darf der Smash-Hit Hava Nagila natürlich nicht fehlen. Und zwar in einer ganz besonders anstrengenden Techno-Version, die Dr. Motte stolz gemacht hätte:

Necro – Tough Jew / Rabbi Holding Guns

Aus aller Welt, Fundgrube, Oy!

Wir wissen ja auch nicht, was gerade los ist. Aber die Popkultur überrollt uns völlig. Darum müssen wir den hier auf jeden Fall auch noch bringen: Der jüdische New Yorker Rapper Necro aka Ron Raphael Braunstein mit einem Track von 2012. Enjoy.

Leider haben wir nur die Lyrics der ersten Strophe im Netz gefunden, so weit wir sagen können gehts danach mit einem Inglourious Basterds Theme weiter (Ergänzungen sind sehr willkommen).

Tough jew

[ Verse 1 ]
I’m a Tough Jew, you fuck around, I’ll snuff you
The way you grew up ain’t realer than me, we
Grew up rough too, ya feeling me?
Shout out to Rothstein, he taught us thugs how to floss
Clean, tailor made cloth, razor blade sharp
The Bossolini’s walk is smooth like a classical played
Harp, You’ll see more gore than Gwar, you don’t want it pah, play your part
Scarred from Egyptian enslavement, the
Star of David, slam you on tar pavement, reparations
Holocaust payment, My empire, lights you on fire
It’s real man, catch you in your cell at night and
Leave you like Hetfield’s hand, blessing you like delicatessens
The essence, smell the freshness of knishes and
Ethnic dishes, gai essen, I don’t need to ever to say thank you
Cause I’ll shank you, whatever, It’s understood, we all hood, benevolant never
If I made a rule I’ll follow it, we’re paid Jews with hollow tips, that flip and contract hits, but our kids get scholarships

(Quelle)

6 Million Glasses

Eretz Schland, Wowschwitz

Der öffentliche Raum ist voller Überraschungen. Heute gratulieren wir Omer F. für folgenden Snapshot aus dem Hamburger Alltag. Nur gut, dass wir das mit dem Erinnern schon am 27. Januar erledigt haben. Man wird ja wohl noch zum Optiker usw.

6 Million Glasses.jpg
(Quelle hier)

Da denken wir jetzt natürlich schon irgendwie an den Jackpot Sechs Millionen, der uns anonym erreichte. Wir freuen uns auch weiterhin über Einsendungen unter dieweisenvonzion@gmail.com

Hannah Arendt Oper vs. Auschwitz-Gedenktag

Ökumene, Eretz Schland, Familienalbum, Wowschwitz

Ja, es gibt sie noch, die Komponistinnen, die richtig was wagen. Diesmal gratulieren wir Ella Milch-Sheriff dafür, dass sie eine Oper über die Liebesbeziehung von der Jüdin Hannah Arendt mit den Nazi Martin Heidegger geschrieben hat. Das Stück wird „die Banalität der Liebe“ heißen, womit sie Bezug nimmt auf Arendts Konzept der Banalität des Bösen. Richtig starker Titel.

Leider wissen wir noch nicht viel Genaueres über das Auftragswerk, dass die israelische Komponistin für das Theater Regensburg geschrieben hat. Aber dem rundum informierten Sonntagsblatt. 360 Grad evangelisch können wir entnehmen, dass es eine Arie mit Wagneranklängen geben wird. Natürlich der Antisemitenwagner. Wer sonst.

Die Regie lässt sich auch nicht lumpen. So wird der israelische Chefankläger von Eichmann in einer Papstrobe auftreten. Hoffentlich gibt es noch viel viel mehr solche hammerinnovativen Ideen von Regisseur Itay Tiran.

Aufgeführt wird es das Ganze dann am 27. Januar. Auschwitz-Gedenktag. Natürlich. Der Lieblingstag für ganz besondere jüdisch-deutsche Ereignisse.

Opern sind so weird. (Es sei denn es ist eine Inszenierung von Barrie Kosky, dann sind Opern super).

Aber Milch-Sheriff ist ein cooler Name!

Juden 4 Give

Eretz Schland, Familienalbum, Wowschwitz

Nach einer längeren Neujahrspause melden wir uns zurück! Und zwar mit der Sweetness der Vergebung. Juden-4-Give heißt die Seite, die man im Leben einmal besucht haben sollte. Das Motto ist „Juden machen Deutsche froh“ und dem können wir uns als Weisen von Zion natürlich nur anschließen. Hier ein Screenshot, nur für den Fall, dass die Seite vor Andrang in die Knie geht und dann nicht mehr zu finden ist:

Jews-4-Give.png

29,99 Euro anstatt 6 Millionen Euro ist ein ziemlich guter Deal! In der Kategorie „Über Uns“ erfährt man: „JUDEN 4 GIVE, eine neue Initiative des Jüdischen Volkes, ermöglicht Ihnen, sich direkt und individuell beim Jüdischen Volk zu entschuldigen. Maklergebühren fallen nicht an. Und dafür erhalten Sie in kürzester Zeit eine offizielle Bestätigung: Das originale, individuell handgefertigte JUDEN 4 GIVE Zertifikat.“ Und so sieht das Zertifikat aus:

jews-4-give II.jpg

Wir wünschen euch Heiden ein gutes neues Jahr. Peace und Out!

Antisemitsmus Feinberg’s Rmx

Eretz Schland, Fundgrube, Wowschwitz

Vielleicht habt ihr schon den Antisemitismus-Rant des besorgten Wutbürgers mit Felljacke vor dem jüdischen Restaurant Feinberg’s in Berlin gesehen. Unsere Lieblingspassage in einem an sich eher eintönigen und abgefuckten „Gespräch“. Antisemit: „Ihr seid einfach nur gemein“, Yorai Feinberg: „Warum“, Antisemit: „2000 Jahre wollte ihr das nicht kapieren, dass die einen so sind und die anderen so sind“, Yorai Feinberg: „Ich denke eher das ist umgekehrt“ BAMM.

Jetzt macht das Internet aber, was das Internet immer macht, wenn es gut aufgelegt ist. Es macht Remixes. Wir haben das mit Punching Nazis dokumentiert, nun einen ersten HipHop-Remix des Fellmützenantisemiten. Danke an Snickers für Linkshänder:

4 x Chanukkah Poptrash (+1 Klassiker)

Aus aller Welt, Fundgrube, Oy!

Es ist ja allgemein bekannt, dass das jüdische Volk einen verheerenden Hang zum Kitsch hat. Die heutige Ausgabe widmet sich einem ganz besonders problematischen Genre – Chanukkah-Songs. Was Wham kann, können wir seit über 2000 Jahren! Check this out:

Chanukkahstreet Boys feat. Destiny’s Latke

 

Kosha Dillz, Chanukkah-Rap

 

The Maccabeats, Dynamite Rmx feat. Dreidl Candlelight

 

Cloe Couture, All I want for Chanukkah is you:

 

..und zum Abschluss und weil das alles jetzt echt hart war noch nen Klassiker: Leonard Cohen, Un As Der Rebbe Zingt. RIP.