Mit 4,5 von 5 Sternen gehört Auschwitz bei Google bestimmt zu den am besten bewerteten Konzentrationslagern.

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Mit 4,5 von 5 Sternen gehört Auschwitz bei Google bestimmt zu den am besten bewerteten Konzentrationslagern.

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Es gibt Filme, bei denen können wirs gar nicht abwarten, bis wir sie endlich auf irgendeiner Plattform streamen können. Einer davon ist „The Last Laugh“ (Website) mit einer Menge jüdischer Witze über die Shoa. Schaut selbst:
Gott, wir bitten dich inständig, dass es die unsäglich humorlose Yolocaust-Debatte bereichern möge (ja, Shapira, du bist auch gemeint!). Denn es ist doch so, dass alle möglichen Menschen an allen möglichen Orten über alles Mögliche lachen. Die Frage ist, lacht man über Juden oder mit ihnen?
„Most people don’t expect survivors to have much humor after the Holocaust, and that’s really not the case at all. The survivors actually have some of the worst gallows humor ever. And I guess that they’re the only ones allowed to do that!“ (LINK)
Am Freitag liefen die Kommunikationskanäle in unserem Kontrollraum der DPA heiß. Eine von Schindlers Listen wird für 2,4 Millionen Euro vom Aktionshaus „Moments in Times“ zum Verkauf angeboten (hier in der SZ). Es handelt sich laut „Moments in Times“ um die einzige von sieben Listen, welches sich derzeit in privatem Besitz befindet. Verkauft eure Krupp-Aktien, kündigt eure Spenden an die Welthungerhilfer – es ist Zeit, sich die Geschichte anzueignen.
In diesem Jahr findet Purim am 12. März statt. Für diejenigen, die das Fest nicht kennen: Purim ist die Geschichte vom Versuch, die Juden zu vernichten. Und zwar an einem Freitag, den 13. Ja! Und diesmal in Persien. Der Versuch ist aber nicht nur erfolglos, er führt sogar zu einem unerhörten Racheakt, an dessen Ende Haman und seiner Folgschaft mausetot ist. Wir können diesen Inglourious Teil der Erzählung natürlich nur gutheißen. Es gibt aber auch sonst alles, was so eine Geschichte braucht: eine schöne Frau, Esther, einen Großvater, Mordechaj, einen bösen, Haman, und einen etwas unbedarften aber liebevollen König, Ahasveros. Zur Aktualität dieser Geschichte verweisen wir einfach auf dieses instruktive Poetry Slam Video von Ari Lesser:

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Seit letztem Wochenende ist es amtlich: Die Vögel zwitschern im Innenhof, die Wildgänse kehren zurück und die Sonne wärmt schon wieder etwas. Es wird wieder Frühling in Zentraleuropa. Letztes Jahr begleitete diese Jahreszeit eine Werbekampagne von H&M und DHM Berlin. Hier die tolle Collage:

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Wir sind gespannt, was dieses Frühjahr so bereit hält! Sollte Ihnen und Euch, geneigte Leser und Leserinnen, etwas auffallen, dann schick eine Mail an dieweisenvonzion@gmail.com. Wir freuen uns immer über Post!
Gerade wütet ja eine Debatte über die Frage, ob und inwiefern Bezüge auf antijüdische Clichés im Rap antisemitisch sind (wie kürzlich bei der ARD). Bei der Diskussion werden natürlich alle möglichen Dinge in einen Topf geworfen, die wir Rabbis als alte Rapfans außeinander halten wollen. Denn wo kämen wir denn hin, wenn jede Verwendung antijüdischer Clichés schon an sich antisemitisch wäre? Zurück im Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (hier). Und was wären wir dann eigentlich als Weisen von Zion, dem feuchten Traum aller Antisemit*innen?
Wenn aber Fard & Snaga rappen „Das hier ist nicht Berlin, und du bist nicht bei der Fashion Week / Das hier ist junge Wut gegen Politik aus Tel Aviv“, dann ist das a) einfallslos, b) langweilig und c) problematisch, weil es das (jüdische) Hipster-Babylon Berlin gegen die junge Wut setzt. Da hat der Rapper Ben Salomo im ARD-Video sicher Recht, dass es sich um eine Art Populismus im Rap handelt.
Wenn der auf diesem Blog schon gefeaturte Rapper Haftbefehl dagegen den Track „Ihr Hurensöhne“ mit „Saudi Arabi Money Rich“ kombiniert und im Video dazu eine Yves Saint Laurent Burka mit einer Ming-Vase, Rinderhälften mit einem Lacoste Krokodil und Baseballschläger mit Dom Perignon verschüttenden, schläfenlockigen Juden mischt, dann ist das eine (selbst-)ironische Konfrontation mit Clichés, die mit dem Auge zwinkert: „Long Nights in Dubai, ich roll‘ im Maserati, Bitch // Halal Dinar, ich fick‘ dein Illuminaten-Trip“. Kurz: guter Rap in der Ära des Pops. Und weils so schön ist, hier noch mal das Video von Haftbefehl:
Neulich mit der ganzen Friedhofscrew beim Inder. Die indische Küche bringt offensichtlich ganz eigene Expertisen in Fragen Völkermord mit an den Tisch!

In zwei Wochen ist Purim, einen Monat später dann Pessach. Bei den Weisen steigt die Vorfreude auf beide Feiertage. Über den lesenswerten Forward-Artikel „Welcome to Pot Shabbat“ sind wir auf zwei tolle Rezeptvorschläge gestoßen.
An Purim werden wir Meersalz-Karamell-Cannabis Hamantaschen backen:
An Pessach wollen wir die Weed-Infused Matzo Balls ausprobieren:
Ab März 2017 soll es in Deutschland Cannabis auf Rezept geben, weshalb unsere Koch- und Backvorhaben durchaus den Zeitgeist treffen.
Vielleicht habt ihr euch schon gefragt, wie es sein kann, dass so eine Bewegungs wie BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) ohne unsere Zustimmung überhaupt entstehen kann. Well, it can’t! Denn natürlich ist auch BDS nur eine weitere False Flag Aktion von uns, mit der wir Konfliktlinien imitieren und damit die Ungläubigen in Atem halten. So haben wir das auch mit der Russischen Revolution und dem Kapitalismus gemacht! Und bevor irgendjemand anderes uns zuvorkommt und Halbwahrheiten verbreitet, liefen wir jetzt auch gleich den Beweis dafür. Folgendes Foto hat Rabbiner Kreuzkümmel letzte Woche in einem Berliner Stadtteil aufgenommen. Schaut auf das Nummernschild, schaut auf den Wagen. Könnten ein paar arme Palästinenser oder friedensbewegte Deutsche sich so etwas leisten? Eben!
