“All things are mortal but the Jew; all other forces pass, but he remains.” – Mark Twain.
Wir featurn hier ja auch immer wieder Popkultur, wenn wir den Eindruck haben, dass das unseren Zielen entspricht. Folgendes Bild hängt über Rabbiner Vorhauts Schreibtisch. Ein bisschen wie Tarantino, nur mit Juden:
Da wollen wir auch gleich auf den dazugehörigen Film Fringes aus dem Jahr 2013 hinweisen. Hier gehts zum Trailer des Films. An dieser Stelle wollen wir auch noch mal betonen, dass niemand je so finanziell unabhängig war wie wir! We dont do paid advertisements. Alle Beiträge sind freiwillig oder von uns finanziert.
„Andre Rapper machen auf Kokaindealer // Aber waren nie im Ghetto wie meine Oma Sofia!“ Manche Dinge sind so nice, dass man sich fragt, warum sie nicht schon viel früher entstanden sind! Heute verneigen wir uns vor Battelrapper SpongeBozz. So lange es solche Leute gibt, ist Deutschrap noch nicht am Ende..
„Die Regierung würde nicht so weit gehen, das Programm als Fehlschlag zu bezeichnen, aber die erwünschten Auswirkungen sind nicht in dem Maße eingetreten, das erwartet wurde“, erklärte Seibert. So seien die deutschen Bürger selbst nach jahrelanger Chemtrail-Ausbringung noch einigermaßen fruchtbar, die Ackerböden nicht wie erhofft in fatalem Maß mit Barium belastet und die Temperaturen in Deutschland nicht gesunken. Insgesamt seien giftige Chemikalien im Wert von rund 310 Milliarden Euro versprüht worden. (via Postillon)
Wir sind schockiert und können nur unserem Bedauern Ausdruck verleihen!
Es ist nicht zu übersehen: Bärte sind arg in Mode! Und das lädt zu Vergleichen ein. Da wäre das holländische Projekt „Hipster or Muslim“ (Get Out, hier), das Online-Spiel „Hipster, Muslim or Jew“ (Judaism-Islam, hier) und das – potentiell aufregendste aller Live-Action-Spiele – Hipster oder Nipster (Nipster = Nazi und Hipster, hier). Der US-Komiker Jimmy Kimmel hat zu dieser illustren Vielfalt vor einem guten Jahr „Hipster or Hasidic“ beigetragen, dessen Mitschnitt wir euch nicht vorenthalten wollen:
Manchmal geschehen Dinge, die übersteigen sogar unser Verständnis. So beispielsweise dieser Israeli in Deutschlandfahne, der auf einer Pegida-Kundgebung in Frankfurt den Einheizer mimt. Weirder wirds nicht:
In zwei Tagen ist es wieder so weit: Der March of the Living, eine der absurdesten jüdischen Gedenkveranstaltungen, findet in Polen statt. Das PR-Material von den Organisator*innen ist in seinem Kitsch so entblößend (siehe Foto oben, Instagram-Post unten und das folgende Video), dass es kaum einer Kommentierung bedarf.
Doch ein paar Hintergrundinformationen: 1988 startete der March of the Living als Programm für israelische Jugendliche, die durch die Konfrontation mit der nationalsozialistischen Vernichtung an den Originalorten in ihrer jüdischen und zionistischen Identität gestärkt werden sollten. Aus diesem Gedenkritual israelischer Schulen wurde eine Großveranstaltung für Juden aller Altersstufen aus der ganzen Welt. Die Gruppen reisen in Bussen von einem Gedenkort zum anderen, der eigentliche, drei Kilometer lange Gang von Auschwitz nach Birkenau, der an die Todesmärsche erinnern soll, ist nur ein kleiner Teil der Veranstaltung, die mit einer Weiterreise nach Israel endet.
Inzwischen hat der March of the Living Nachahmer*innen gefunden, wie zum Beispiel den – ebenfalls geschmacklosen – Ride for the Living:
Wenigstens tragen die die Radfahrer*innen keine Israelfahnen.
Öffentliche Kritik an dem March of the Living lässt sich schwer finden – die Weisen können jedoch diese Artikel zur Lektüre empfehlen:
Ein Beitrag von Haaretz in dem die Journalistin und Shoa-Überlebende Ruth Bondy zitiert wird mit: “We’ve reached a situation where the success of these trips is measured by how many children end up crying. My suggestion is that instead of sending our children to mass graveyards, the one organized trip abroad they take through the school system, we send them somewhere beautiful. How about Florence for a start?”
Ein Forward-Artikel in dem der Journalist Larry Derfner zitiert wird, der den March of the Living als “a pre-army motivational camp more than anything else” bezeichnet. In dem Artikel befinden sich ebenfalls interessante Hinweise darauf, dass den Organisator*innen die Veruntreuung von Spendeneinnahmen vorgeworfen wird. Wer sich jetzt fragt, wie die Fundraising-Veranstaltungen für den March of the Living aussehen, soll sich dieses Video anschauen.
Ein weiterer lesenswerter Forward-Kommentar lässt sich hier finden.
Abschließen möchten wir mit den Shabbat Shalom-Grüßen der March of the Living Organisator*innen:
Weil die Woche Pessach ist, haben wir mal in unserer Blogkiste gekramt und zwei Artikel mit besonderem Pessach-Bezug rausgekramt. Einmal den Akt der Segnung, mit dem Gras Kosher Lepessach erklärt wird: https://weisen-von-zion.org/2016/11/07/gras-kosher-lepessach/
Jerusalem ist schon seit Jahrtausenden eine Ideenschmiede, in der richtig gute Ansätze entstehen. Diesmal im Programm: die Zerstörung aller Kirchen in Jerusalem!
Wie zielgruppenorientiertes Marketing funktioniert lehrt uns dieser israelische Ikea-Katalog für Charedim:
Foto: Courtesy via JPost
Einfach auf Frauen verzichten, die Billy Regale mit überdimensionierten Chanukkiot und religiösen Büchern ausstatten und fertig ist der Ikea-Katalog für die Ultra-Orthodoxie.
In diesem Jahr findet Purim am 12. März statt. Für diejenigen, die das Fest nicht kennen: Purim ist die Geschichte vom Versuch, die Juden zu vernichten. Und zwar an einem Freitag, den 13. Ja! Und diesmal in Persien. Der Versuch ist aber nicht nur erfolglos, er führt sogar zu einem unerhörten Racheakt, an dessen Ende Haman und seiner Folgschaft mausetot ist. Wir können diesen Inglourious Teil der Erzählung natürlich nur gutheißen. Es gibt aber auch sonst alles, was so eine Geschichte braucht: eine schöne Frau, Esther, einen Großvater, Mordechaj, einen bösen, Haman, und einen etwas unbedarften aber liebevollen König, Ahasveros. Zur Aktualität dieser Geschichte verweisen wir einfach auf dieses instruktive Poetry Slam Video von Ari Lesser: