Blutschokolade von Zotter

Aus aller Welt, Fundgrube, Oy!

Sachen gibts, die glauben wir auch dann kaum, wenn wir sie Pixel auf Pixel im Internet finden. Beispielsweise die Blutschokolade von Zotter, die eigentlich ein flüssiger Shot ist und „Vampirikum“ heißt. Das Ganze kommt in Form einer Spritze, die Produktbeschreibung lautet so:

„Der Thrill: Mit echtem Blut aus unserem Essbaren Tiergarten, gemischt mit blutroter Himbeerschokolade und Thymian. Das Blut wirkt eher als Nervenkitzler und verfeinert die Textur des delikaten Himbeergeschmacks.“ (Quelle)

Als nichts ahnende Rabbis fragen wir uns selbstverständlich besorgt, was sich wohl hinter einem „Essbaren Tiergarten“ verbirgt. Und dann wird man fündig – und es ist alles noch schlimmer, als gedacht:

„Tiere und Pflanzen sind Lebewesen und keine Produkte. Deshalb wollen wir sie auch mit Achtung und Liebe behandeln. Es war immer Josef Zotters Traum, sich selbst versorgen zu können und autark zu sein. Mit dem Essbaren Tiergarten hat er seinen Traum wahrgemacht. Jetzt bittet er alle Besucher zu Tisch, um zu genießen, was im Tiergarten gedeiht. „Schaut dem Essen in die Augen“, lautet Josef Zotters Aufforderung.“ (Quelle)

…ein Bild sagt manchmal mehr als tausend Worte. Das hier erscheint ganz oben auf der Website zum Essbaren Tiergarten:

..und das ist das Bild zum Vampirikum, Schokoshot. Gut möglich, dass da Blut aus der zotteligen Kuh oben eingegangen ist. Man weiß es nicht, weil das Blut nicht weiter ausgewiesen wird. Es könnte auch Hühnerblut sein. Oder Schweineblut. Das spielt an diesem Punkt auch keine Rolle mehr:


Selbstverständlich wollen wir Ihnen geschätzte Leserinnen und Leser, die Details zur Einnahme der Schokolade nicht vorenthalten. Auf der Website heißt es:

„Vor dem Genuss nehmen Sie Ihren CHOCOshot oral bitte aus dem Kühlschrank und lassen ihn eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur temperieren. So können sich die Aromen optimal entwickeln und der „Schuss“ wird zum einzigartigen Geschmackserlebnis.“

Die Goyim überraschen einen immer wieder. Bluärgs. Darum bekommt diese Schokolade auch das Prädikat „besonders goyisch“, direkt auf Augenhöhe mit den Passionsspielen in Oberammergau.

Wir arbeiten noch an der Statuette, die wir dann bei der Verleihung des Preises überreichen. Unsere gegenwärtigen Entwürfe tendieren in Richtung einer vergoldeten Wurst. Weitere Vorschläge werden dankbar entgegengenommen.

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